27.10.2025

Feierliche Freisprechung der Schreinerinnung Rothenburg


In der festlich geschmückten Aula der Valentin-Ickelsamer-Mittelschule Rothenburg fand die diesjährige Freisprechungsfeier der Schreinerinnung Rothenburg statt.

Einleitende Begrüßungsworte wurden durch einen Reiner-Meißner-AVATAR gesprochen, so wurden die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) dargestellt.

KI kann vieles leisten aber der echte Mensch ist im Handwerk nicht zu ersetzen.

Die Obermeister Reiner Meißner und Martin Brand führten anschließend live durch die Veranstaltung und überreichten den vier erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen Lukas Seifert (Schreinerei Gundermann, Buch am Wald), Antonia Holzinger und Eric von dem Bussche (Schreinerei Korder, Lohr) sowie Jonas Veh (Schreinerei Meißner, Schweinsdorf) ihre Gesellenbriefe.

Hervorragende Leistungen ausgezeichnet

Innungsbeste im praktischen Teil der Gesellenprüfung wurde Antonia Holzinger.
Beim Gestaltungswettbewerb „Die Gute Form“ gewann Eric von dem Bussche den 1. Preis, Antonia Holzinger und Jonas Veh erhielten eine Belobigung.

Fachmitglied Harald Deeg betonte in seiner Laudatio die kreative und handwerkliche Qualität der Gesellenstücke: „Jedes Stück erzählt eine eigene Geschichte, in der Herz und Verstand zusammenarbeiten.“

Mit einem Notendurchschnitt von 1,37 wurden Antonia Holzinger und Jonas Veh von der Bayerischen Staatsregierung besonders geehrt.

Engagement über Grenzen hinaus

Ein weiterer Höhepunkt war die Spendenübergabe von Stefan Hübner (VR-Bank Mittelfranken West) an Pfarrer Klaus Eberius. Der Scheck kommt der Handwerkerschule in Hai (Tansania) zugute, die seit 35 Jahren von Rainer und Barbara Kammleiter aus Oestheim mit großem Engagement geleitet wird. Zwei Schreiner aus der tansanischen Partnerschule nahmen ebenfalls an der Feier teil.

Worte der Wertschätzung

In ihren Grußworten würdigten Konrektorin Doris Fenn, Oberbürgermeister Dr. Markus Naser, Kreisrätin Silke Sagmeister-Eberlein und Studiendirektor Ludwig Memhardt die Bedeutung des Handwerks.
Obermeister Reiner Meißner erinnerte an die jahrhundertealte Tradition des Schreinerberufs: „Das Gestalten von Räumen und das Schaffen von Atmosphäre gehören zu den schönsten Aufgaben unseres Handwerks.“
Er ging auf die Rolle der künstlichen Intelligenz im Handwerk ein: „KI kann uns unterstützen – aber fühlen kann sie nicht. Die Seele des Handwerks bleibt der Mensch.“

Lehrlingswart Martin Brand stellte den Prüfungsablauf chronologisch vor.

Dank und Ausblick

Im Namen aller Freigesprochenen bedankte sich Antonia Holzinger bei Eltern, Lehrbetrieben und Lehrkräften für die Unterstützung während der Ausbildung. „Der krönende Abschluss waren unsere Gesellenstücke“, sagte sie.

Kreishandwerksmeister Werner Kamm betonte die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Ausbildungsbetrieben als Grundlage für den Erfolg. Er ermutigte die jungen Gesellinnen und Gesellen, Chancen zur Weiterbildung zu nutzen und selbstbewusst ihren beruflichen Weg zu gehen.

Im Anschluss wurden auch langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Innungsbetrieben für 10, 25 und 40 Jahre Betriebstreue geehrt.

Abschließend verabschiedete ein Martin-Brand-AVATAR die Gäste und bedankte sich bei allen Beteiligten für die gelungene Feierstunde.

Ein besonderes Highlight war die Präsentation des extra für die Freisprechungsfeier KI-generierten Schreinerlieds:

„Wahre Werte – echte Meister“

Einen stimmungsvollen Ausklang einer gelungenen Feierstunde, der die Verbundenheit zwischen Tradition, Handwerkskunst und Zukunft eindrucksvoll zeigte.

Um den Schülern den Beruf des Schreiners nahe zu bringen, konnten die 8. und 9. Klassen am Montag, 29.9. die Gesellenstücke anschauen und sich über den Beruf mit echten Handwerkern austauschen.


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